Der Name Serengeti bedeutet übersetzt „endlose Weiten“. Schnell sieht man, warum: scheinbar endlos erstrecken sich Graslandschaften bis zum Horizont . Die weiten Flächen sind unterbrochen von Kopjes, den großen Felsformationen und bevorzugten Plätzen für Löwen, die ein Nickerchen halten wollen. Die Serengeti ist Schauplatz der Great Migration, der großen Wanderung der Gnus und Zebras. Auf Ihrer Wanderung müssen die Tiere immer wieder Flüsse durchqueren, wo die großen Krokodile sie bereits erwarten.




Wir erreichen den Mara River und es sind wie auf der gesamten bisherigen Reise keine Herden zu sehen. Unsere große Sorge, kommen wir etwa zu spät?




Aus der Luft sehen wir unsere Lodge, nördlich des Mara Rivers (im Bild links unten und oben) in einem Flussbogen gelegen. Die Tiere, die den Fluss überquert haben ziehen anschließend trotz Umgehungsweg mitten durch unsere Lodge weiter.





Direkt hinter dem Mara River ist unsere Landpiste Lamai, wo unser Guide Jonathan uns schon erwartet. Jetzt beginnt unser Serengeti-Abenteuer.


Obwohl wir auf unserem Flug keine Tierherden gesehen haben, hoffen wir, die große Migration am Mara Fluss erleben zu dürfen. Sie hat dieses Jahr schon sehr früh Mitte Juli begonnen, dürfte aber noch ein paar Tage andauern.
Jonathan bringt uns erst einmal zu unserem Sanctuary Migration Camp Kichakani. Es liegt nördlich vom Mara River, so dass wir sofort von tausenden Gnus begrüßt wurden, die bereits den River überquert haben.




Super schön: Wake-Up Kaffee bei Sonnenaufgang vor unserem Zelt:




Unser Komfortzelt verfügt über eine einzigartige Bucketshower: der Tent Attendant füllt das auf Wunschtemperatur vorgewärmte Wasser in den Bucket, zieht den Bucket hoch und dann beginnt ein grandioses Duschvergnügen, bei dem man jeden einzelnen Wassertropfen genießt. Die Bucketdusche interessiert auch den alten Elefantenbullen, der mit seiner Herde beim Durchqueren der Lodge eine kurze Inspektion der Dusche vornimmt.
Ein weiteres Highlight ist das abendliche Lagerfeuer in der Boma.



1.Tag: die Migration:
Die Gnu-Herden kommen aus der südlichen Serengeti und sammeln sich am Mara River, um die noch nicht abgeweideten Flächen der Masai Mara in Kenia zu erreichen. Die Flussdurchquerung ist wegen der wartenden Krokodile und der Untiefen gerade für die Jungtiere gefährlich. So sammeln sich die Herden an den 11 Übergangsstellen und warten, bis die ersten Mutigen voranschreiten und die Durchquerung starten. Wir hatten großes Glück und konnten bereits mittags am ersten Tag das erste Crossing bestaunen. 3 weitere folgten noch am selben Tag.
Crossing Nr. 1
Beim ersten Crossing stürmen die Gnus das steile Flussufer hinab.


Doch dann nähert sich ein großes Krokodil und schon rennen alle wieder zurück.


Dann wird erst einmal getrunken doch dann geht es wieder volle Kraft voraus…



… dem rettenden Ufer entgegen. Gefährlich wird es für ein junges Gnu, dass ein wenig die Richtung verliert aber letztendlich doch das rettende Ufer erreicht.


Crossing Nr. 2

Auch beim zweiten Crossing müssen die Gnus das steile Ufer überwinden. Erst sammeln sie sich und auf einmal rennen sie los. Diesmal versinkt alles im Staub.




Crossing Nr.3
Diesmal ist der Zugang zum Fluss etwas leichter.


Und auch hier geht es stürmisch los, müssen doch einige Untiefen überwunden werden.



Die Überwindung der Untiefen ist spektakulär.



Und dann ist endlich das rettende Ufer in Sicht.


Doch hier herrscht großes Gedränge.


Crossing Nr.4
Gegen Abend erleben wir das ruhigste und schönste Crossing. Zum ersten Mal sehen wir auch Zebras in der Herde. Vor der Durchquerung wird erst einmal in Ruhe getrunken.


Aber auch hier gibt es Untiefen, wenn auch nicht ganz so gefährlich, besonders für Jungtiere. Aber auch ein kleines Zebra hat es geschafft.



Endlich ist das andere Ufer erreicht Zeit zum Ausruhen und Fressen, ehe man sich in der Nacht auf den Weg nach Norden begibt und dabei so ganz nebenbei unser Camp besucht.




Alle Tiere erreichten sicher das Nordufer. Viele sind völlig erschöpft und müssen die ersten Stunden erstmal in Ufernähe rasten, grasen und schlafen. Die Herden sind riesig und zusammengefercht auf kleinstem Raum.



Dann ziehen sie weiter …







Die Tiere ziehen in langen Trecks weiter, die fast an Flüchtlingstrecks erinnern.
Das Leben besteht aus Fressen, Trinken, Wandern und Flüchten. Die Tiere sammeln sich immer wieder an den Wasserstellen.














Nachts werden sie dann einen Track bilden und hintereinander Richtung Norden zu den neuen Weideflächen ziehen. Da unser Camp direkt auf Ihrem Weg liegt, hören wir nachts die Tierherden an unserem Zelt vorbeiziehen. Glücklicherweise hatten wir nicht das Vergnügen wie unsere Vorgänger, dass vor unserem Zelt ein Gnu von einem Löwen gerissen wurde.

Am nächsten Tag erleben wir Lunchtime am Mara River. Geier, Marabus und Crocs lassen es sich schmecken. Da sie alle durch die vielen Herden ziemlich gesättigt sind, insbesondere die Crocs, bleiben tatsächlich Gnu Kadaver unangetastet im River liegen. Auch die Hippos baden völlig unbeeindruckt in dieser Szenerie. Am Rand weiden zudem noch Waterbucks.
Die riesigen Krokodile sind noch satt vom Vortag.


Jetzt ist die Zeit der Geier und Maribus gekommen. Nahrung ist im Überfluss da, trotzdem streiten Geier und Marabus um den besten Platz.







Auch die meisten Geier sind bereits satt.

Apropos Löwen:
die erste Familie hatte ein einzelnes Junges und bestand aus zwei Löwinnen und einem Löwen:





Der Kleine will nur spielen, am liebsten mit Mama, denn er hat keine Geschwister mehr.



doch die Erwachsenen sind müde und doof …



Der Alte kümmert sich lieber liebevoll um seine Weibchen …

Während der Paarungszeit ziehen sich die beiden für einige Tage aus dem Rudel zurück… in der Zeit müssen die „Tanten“ auf die Halbwüchsigen aufpassen und für Futter sorgen.


Ist sie nicht hübsch – da kann man ihn schon gut verstehen.
Mit den Gnus ziehen auch die Geier (Voltures) die sich in allen Varianten zeigen.




Geier und Marabus beim Frühstück.


Geier auf Nahrungssuche.


Auch der Marabu ist allgegenwärtig.



Der Roller ist ein Insektenfresser. Ruhig sitzt er auf seinem Ausguck, schießt dann plötzlich los und kommt mit ein paar Leckerbissen im Schnabel wieder zurück.




Weitere Vögel:








Südlich vom Mara River ändert sich die Landschaft schnell und wir befinden uns in den „Rockies“.



Auf dem Leopards Hill werden wir auch fündig. Zunächst eine Leopardin, die sich leider versteckt mit Baby. Auch das Baby versteckt sich im Gebüsch.



und dann auch noch der auf einem Felsen schlafende Leo:




Nach Stunden auf der bumping Road erreichen wir die kenianische Grenze und genießen unser Lunch.




Goodbye Serengeti und thank you Prof. Grzimek for your engagement for the Serengeti.
